Es gibt diverse Möglichkeiten Unterwasserbilder und -videos zu machen. Angefangen bei 10 € für eine analoge Einwegkamera bis weit über 1000 € allein für das Unterwassergehäuse einer digitalen Spiegelreflexkamera. Letzteres ist für Einsteiger selbstverständlich unsinnig, doch rate ich auch von den günstigsten Angeboten ab!
Die Bildqualität
analoger Unterwasser-Einwegkameras
ist schlecht, man kann zwischendurch nicht das Ergebnis begutachten, um eventuell für die nächsten Bilder etwas zu ändern. Am Ende des Urlaubs kommen dann noch zwangsweise Entwicklungskosten auf einen zu.
Ein Unterwasserbeutel für eine vorhandene Digitalkamera mag verlockend erscheinen, doch auch hier gibt es eindeutige Nachteile: Man kann den Bildschirm nicht gut erkennen, eventuell nicht alle Tasten drücken und die Beuteloberfläche liegt meist nicht plan auf dem Objektiv auf.
Bei günstigen Komplettsets aus Digitalkamera und Unterwassergehäuse besitzt die Kamera eine meist miserable Bildqualität. Falls sie überhaupt Videos aufzeichnen kann, mag man sie sich nachher nicht mit Freude anschauen.
Casio Exilim Z77

Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Kamera
Casio EXILIM EX-Z77
in Verbindung mit dem Unterwassergehäuse Casio EWC-11. Alle Unterwasserbilder auf dieser Seite sind mit dieser Kombination aufgenommen. Die Kamera macht exzellente Bilder und ist selbstverständlich auch ohne das Gehäuse zu nutzen. Durch ihre geringen Maße verschwindet sie auch ohne Probleme in jeder Hosentasche. Ein besonderes Highlight ist die Videofunktion: Durch die sehr effiziente Komprimierung im H.264-Format (MPEG-4 AVC) passen ca. 45 Minuten Video (Auflösung 640x480) auf eine 1 GB-Speicherkarte.


Casio EWC-11

Wie schon in der Einleitung geschrieben, ist das von mir verwendete Unterwassergehäuse Casio EWC-11 eigentlich "nur" ein Schnorchelgehäuse, denn es ist bis 3 m Wassertiefe zugelassen. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn gerade in diesen Tiefen sind die Lichtverhältnisse noch so gut, dass Sie ohne Blitz auskommen. Gehen Sie tiefer, dann benötigen Sie meist einen externen Blitz; denn mit dem eingebauten leuchten Sie die im Wasser treibenden Schwebeteilchen zu sehr an. Und dann sind Sie sehr schnell in dem in der Einleitung beschriebenen vierstelligen Preisbereich. Nach meinen Erfahrungen bleibt das Gehäuse auch bei kurzem Abtauchen auf 5 m trocken, jedoch übernehmen selbstverständlich weder der Hersteller noch ich eine Garantie hierfür.






Zubehör
Im Urlaub haben Sie meist keine Möglichkeit, jeden Abend die geschossenen Bilder auf einem Computer zu sichern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie die Bilder auf mehrere Speicherkarten verteilen, um auch für den unwahrscheinlichen Fall gerüstet zu sein, dass Wasser in das Gehäuse eindringt. Dann wären nur die Bilder und Videos einer Speicherkarte verloren. Als praktikabel hat sich bei mir folgendes herausgestellt: Alle drei Tage eine neue
1 GB-Speicherkarte, also für einen 15-Tage-Urlaub 5 Speicherkarten.
Ebenfalls sollten Sie mindestens einen, besser zwei
Ersatzakkus im Gepäck mit sich führen. Um die Kamera zu schützen, bietet sich die
EX-Case BD 1-Tasche an.
Alternative Kamera + Gehäuse für bis zu 40 m

Möchten Sie im Urlaub nicht nur Bilder beim Schnorcheln machen, sondern auch in größeren Tiefen bei Tauchgängen, dann sollten Sie einen Blick auf folgende Alternative werfen: Für die zur Exilim Z77 technisch vergleichbaren Kamera
Exilim EX-Z80
gibt es das bis 40 m wasserdichte Gehäuse
EWC-130
. Sie können mit dieser Kombination alle Tipps von dieser Seite genauso gut nachvollziehen wie mit der Z77. Je tiefer Sie tauchen, desto anspruchsvoller wird es zwar, unverwackelte Bilder zu schießen - aber nach ein paar Tagen werden Sie auch das meistern!
EX-CASE10 ist die passende Tasche zu der Kamera,
NP-60
der entsprechende Ersatzakku.
Die Speicherkarten sind die gleichen wie bei der Z77.
Alle von mir eingesetzte und hier beschriebene Hardware habe ich mit dem Online-Shopping Portal Amazon verlinkt. Eine Übersicht mit allen Artikeln finden Sie im Unterwasserfotografie-Shop.



